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Gesundheit europäisiert

Aachen (dpa). Patienten in Europa sollen bei ambulanten Behandlungen nach dem Willen von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) stärker als bisher von den offenen EU-Grenzen profitieren. Grenzüberschreitende medizinische Betreuung solle in Zukunft möglichst unbürokratisch möglich sein, sagte Schmidt gestern in Aachen nach Beratungen mit ihren Kollegen aus Spanien, Schweden und Großbritannien.

Vorbild sind bestehende Kooperationen im deutsch-niederländisch-belgischen Grenzgebiet. Dort können Patienten ihre Versicherungskarten auch im Nachbarland benutzen. »Wir wollen in Zukunft auf einfachere Weise medizinische Leistungen in anderen europäischen Staaten zugänglich machen«, sagte Schmidt. Bei den Kosten solle allerdings grundsätzlich nur das ersetzt werden, was eine Krankenkasse im Normalfall bezahle. Eine europäische Gesundheitskarte werde es vorerst aber nicht geben.

© Kehler Zeitung, 1. September 2004


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