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Zur Serie über
Grenzgänger in der KEHLER ZEITUNG erreicht uns folgende Lesermeinung:
»Es ist erfreulich, dass die Grenzgänger nun immer mehr ins Bewusstsein
der Öffentlichkeit treten und auch, dass die meisten von ihnen glücklich
mit ihrer Lage sind. Sie sind das beste Beispiel für das neue Europa, das
Grenzen überwindet. Die vorbildliche Informationspolitik der Stadt Kehl
ist dabei von großer Hilfe.
Nicht zu verschweigen ist jedoch die Tatsache, dass gewisse Kategorien von
Grenzgängern gegen die Schwerfälligkeit einiger Dienste ankämpfen müssen,
sowohl seitens der deutschen wie auch der französischen Verwaltung. Das
kann sogar so weit gehen, dass in Deutschland ansässige Franzosen das
Handtuch werfen und nach Frankreich zurückziehen, weil sie durch
bürokratische Hemmnisse nicht weiter in Straßburg eine notwendige
ärztliche Behandlung weiterführen dürfen oder weil sie oder ihre deutschen
Ehepartner durch die Auslegung des Finanzamts beim
Doppelbe-steuerungsabkommen viel stärker belastet werden, als wenn sie nur
in einem Land wohnen und arbeiten würden. Seit kurzem sind auch die
französischen Schulen nicht mehr uneingeschränkt für Grenzgänger offen.
Hier werden ganz klar neue Grenzen gezogen. Der Verein Staatsbürger/innen
im Grenzgebiet (www.frontaliers.net)
bemüht sich, solche Hindernisse auf dem Weg zu einem geeinten Europa
aufzuzeigen, damit Grenzgänger nicht weiter benachteiligt werden.«
M. SCHNEIDER (Vorsitzende des Vereins Staatsbürger/innen im Grenzgebiet)
©
Kehler Zeitung, 8. Januar 2008
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